Neues vom Paradiesgärtchen in Sobernheim

Neues vom Paradiesgärtchen in Sobernheim

Nachdem die selbstgebauten, fertigen Kisten mit Erde (Gartenerde und Spezial-Hochbeeterde, ökologisch und torffrei von der Firma Palaterra) befüllt waren, konnten die Kinder und Jugendlichen an der Kirchengemeinde in Bad Sobernheim im Frühling nach eigenen Wünschen und Vorstellungen säen und pflanzen. In Zweier-Teams pro Kiste wurde geplant und verhandelt, was im jeweiligen Kistenbeet wachsen sollte. Bei den meisten Teams standen Erdbeerpflanzen und Erbsen auf der Wunschliste, aber auch Karotten, Paprika, Gurken, Zuckermais, Radieschen, Sonnenblumen und Blumenmischungen wurden gewählt und fanden so ihren Platz in den Gärtchen.

Manch einer war dann doch sehr überrascht, dass die Saat so schnell aufgegangen war, wenn während der einen Konfirmandenunterrichtsstunde gesät wurde und beim nächsten Mal schon die ersten Pflänzchen zu entdecken waren. Und auch das Aussehen der unterschiedlichen Gemüsepflänzchen war vielen Kindern nicht bekannt. Dass es dann so lange dauern soll, bis so eine Karotte erntereif ist, die Radieschen aber schon nach wenigen Wochen ausgewachsen sind, verwundert die Jugendlichen ebenfalls.

Und als dann so nach und nach ganz unterschiedliche Gärten heranwachsen (manche mit ordentlichen Reihen und wenigen Sorten, andere in wilder Mischung) und im Frühsommer die ersten Erdbeeren und Radieschen geerntet werden können, ist die Freude groß. Um ausreichend Gießwasser bereit zu stellen, wurde ein großer Wassertank an das Fallrohr vom Kirchendach angeschlossen sodass das Regenwasser genutzt werden kann.

Zu Beginn der Kinder-Gruppenstunden stürmen die meisten Kinder nun immer zuerst mal in den Kirchgarten, um nach ihren Kistenbeeten zu sehen und zu kontrollieren, was sich seit dem letzten Besuch getan hat. Manchmal muss man da auch mit unerfreulichen Erfahrungen klar kommen – mal sind Nacktschnecken über die kleinen Pflänzchen hergefallen oder es finden sich unliebsame Spinnen oder andere Kleintiere im Beet. Oder es wurde nicht ausreichend gegossen und es ist auch mal was vertrocknet. Aber auch das gehört zum Gärtnern. Und den Meisten macht es offensichtlich Freude, sich um ihre Pflanzen zu kümmern.

Während den Sommerferien müssen Gießdienste eingeteilt werden, die dann alle Kisten bewässern, sodass die Gärtchen die trockenen, heißen Sommerwochen gut überstehen. Die Belohnung für die jeweiligen Gießdienste: Jetzt können schon allerhand Erbsen, Tomaten und Gurken geerntet und gegessen werden.

Und für die Urlauber wird das Erstaunen groß sein, wenn sie nach längerer Abwesenheit sehen, wie gut sich die Gärten entwickelt haben: Über den Zaun des Kirchgartens heben die Sonnenblumen ihre leuchtenden Blütengesichter, die Gurken ranken über die Kisten hinaus die Mauer entlang, an den blühenden Kräutern sind Schmetterlinge und Bienen auf Nektarsuche, die Tomaten sind schwer beladen mit ganz unterschiedlich geformten Früchten (unterschiedliche Sorten) und die Zuckermais-Pflanzen überragen nun die meisten jungen GärtnerInnen.